Kolumne von Björn Böhning: IUSY - Hundert Jahre Eintreten für Solidarität, Gleichheit und Gerechtigkeit

Jusos

Juso-Bundesvorsitzender Björn Böhning Vor hundert Jahren - Ende August 1907 - trafen sich Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher sozialdemokratischer und sozialistischer Jugendorganisationen, um in Stuttgart ihren internationalen Dachverband zu gründen. Die Erfahrungen der Arbeiterbewegung - Ausbeutung, Hunger, Krankheit und Unterdrückung - nahmen sie zum Anlass, ihren Kampf für eine solidarischere Welt nicht nur national, sondern gerade international fortzuführen. Persönlichkeiten der deutschen Sozialdemokratie wie August Bebel, Rosa Luxemburg oder Karl Liebknecht forcierten diesen internationalen Zusammenschluss, damit die schon damals erkennbaren nationalistischen Bewegungen in den Vorjahren des Ersten Weltkrieges nicht auch die Arbeiterbewegung erfassten. Wie wir aus der Geschichte wissen, konnte dieser Grundimpuls leider nicht gegen die Kräfte der Reaktion durchgehalten werden und erreichte alsbald auch die Sozialdemokratie.

Banner: 100 Jahre IUSY Die IUSY - der internationale Zusammenschluss der sozialistischen und sozialdemokratischen Jugendorganisationen - ist heute eine starke Organisation mit über 140 Mitgliedern in 103 Ländern der Erde. In ihrer Geschichte hat sich die IUSY gegen zwei mörderische Weltkriege, gegen die faschistische Bedrohung der Welt oder auch für die Befreiung der Kolonialländer engagiert, nicht selten mit großer Gefahr für Leib und Leben dieser jungen Menschen. Heute sehen wir: Die Ideen der sozialistischen Internationale - Freiheit, Gerechtigkeit, internationale Solidarität und Frieden - sind stärker als jede Form der Verfolgung. Sie haben die Zeit überlebt, und sie werden auch in der Globalisierung des 21. Jahrhunderts eine wichtige Bedeutung für den sozialen Zusammenhalt der Einen Welt haben. Dafür engagieren sich hunderttausende junge Sozialistinnen und Sozialisten aus aller Welt.

Vom 23.-26. August in Berlin wollen die Jusos der Geschichte der IUSY gedenken und über die Welt von morgen diskutieren. Wir werden zeigen, dass die Geschichte der sozialistischen und sozialdemokratischen Bewegungen in Deutschland und der Welt unsere Geschichte ist. Und 1700 junge Menschen wollen in Berlin zeigen, dass die Welt von morgen sozial gestaltbar ist - und bleibt. Sie werden ein starkes Signal für internationale Solidarität, gegen neue Kriege und für soziale Gerechtigkeit setzen.

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Zum Autor:

Björn Böhning, 1978 geboren in Geldern am Niederrhein, ist seit Juni 2004 Juso-Bundesvorsitzender. Der studierte Politologe ist seit Januar 2007 Leiter der Abteilung "Politische Grundsatz- und Planungsangelegenheiten" in der Senatskanzlei des Landes Berlin.

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